Das Dorf Sacrow in Potsdam hat die wohl wechselvollste Geschichte eines Dorfes zu bieten. Sacrow erreichst du ganz im Osten von Berlin, wenn du von Kladow kommst, das Dorf selbst gehört aber schon zu Potsdam. Direkt am Dorfrand verlief die Berliner Mauer und teilte das Dorf vom übrigen – westdeutschen Gebiet – ab, es entstand eine Insel umgeben von Wasser und Westen, eine Enklave der DDR, die nur mit besonderen Ausweisen und Dokumenten betreten werden durfte.

Sacrow stammt aus dem 14. Jahrhundert und war ursprünglich ein Rittergut, das Herrenhaus auf dem Rittergut wurde später 1840 umgebaut, aus dem Herrenhaus wurde Schloss Sacrow. Aus der ARD-Serie „Wege zum Glück“ sollte einigen das Schloss bekannt sein, es diente als Kulisse. Im weitläufigen Schlosspark befindet sich auch die äußerst sehenswerte Heilandskirche Sacrow, die von der wechselvollen Geschichte des Dorfes sehr viel mitbekommen hat. Zu Zeiten der Teilung verlief die Grenze zwischen West-Berlin und Potsdam so nahe, dass auch die Kirche mitten im Sperrgebiet stand und zum Lost PLace verkümmerte. Heute finden in der Heilandskirche wieder Gottesdienste, Hochzeiten und Konzerte statt.

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