Ein auf den ersten Blick unscheinbarer Ort am Rande des Wohngebiets in Hermsdorf im Norden Berlins: Die Gedenkstätte ehemalige Grenzsperre Hermsdorf erinnert an die Grenzen zwischen der DDR und West-Berlin, heute zwischen Brandenburg und Berlin. Hier im Tegeler Fließ versuchten Menschen aus der DDR in den Westen zu fliehen, indem sie versuchten durch das Fließ zu waten oder zu schwimmen. Um dies zu verhindern brachte die DDR Grenzsperren in Form von Dornenmatten mit Stacheldraht an, die sie unscheinbar im Wasser versteckten. Schwerste Verletzungen an den Spitzen rostigen Gitter waren die Folge. Umgangssprachlich nannte man diese Dornenmatten deshalb auch „Stalinmatten“ oder „Stalinrasen“. Die Gedenkstätte zeigt Dornenmatten, die man hier durch Bauarbeiten erst mehr als 10 Jahre nach dem Fall der Mauer im Tegeler Fließ gefunden hat.

Jungbornstraße 29, 16548 Glienicke/Nordbahn